Samstag, 2. Juli 2011

Österreich - Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) widerspricht Ergebnissen der ÖAMTC-Untersuchung

FVMI: Markentreibstoffe bieten Qualitätsverbesserung durch Beimischungen unterschiedlicher Zusätze (Additive)

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse einer kleinen Testreihe, bei der der ÖAMTC die Qualität des in Österreich angebotenen Dieselkraftstoffs untersucht hat, ist in der österreichischen Tankstellenbranche eine heftige Diskussion ausgelöst worden. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden an verschiedenen Tankstellen in Österreich Dieselkraftstoff-Stichproben entnommen und im Labor analysiert. Da alle Proben sämtlichen dieselrelevanten Qualitätsnormen entsprachen, gab der Autofahrerclub die Empfehlung, dass der Tankkunde beruhigt nach dem günstigsten Dieselpreisangebot schauen dürfe, unabhängig von Marken- oder Diskonttankstellen.

Diesem Gedankengang hat der FVMI (Fachverband der Mineralölindustrie Österreich) inzwischen heftig widersprochen. Zwar entspreche der an Österreichs Tankstellen angebotene Dieselkraftstoff den gesetzlichen Normen, allerdings werde bei Markentreibstoffen eine weitere Qualitätsverbesserung durch die Beimischung von unterschiedlichen Zusätzen (sogenannte Additive) erreicht. Das bedeutet nach dem Duktus der FVMI, dass Markenkraftstoffe bei OMV, Shell, BP, JET, Eni, MOL zusätzlich mit Performance-steigernden Additiven versehen werden, was sich mittel- und langfristig in einem saubereren Motor, reduzierten Emissionen und einer höheren Reichweite niederschlage. Markentreibstoffe verringern so den über die Jahre üblichen Leistungsabfall des Motors und schützen alle kraftstoffbenetzten Bauteile des Fahrzeuges vor Korrosion, gibt der Fachverband zu Bedenken und weist darauf hin, dass die präsentierte ÖAMTC-Untersuchung nur 5 von 20 Dieselparametern testete und die bei Markentreibstoffen der Mineralölfirmen komplexere Beimischung der Additive unberücksichtigt gelassen habe.